Mädchen mit Downsyndrom

Am 21. März fand unter dem Motto „Inklusion meint…“ der 18. Welt-Down-Syndrom-Tag statt. Seit 2006 wird der Aktionstag genutzt, um auf die Belange der Menschen mit dieser chromosomalen Abweichung aufmerksam zu machen und sie als Teil der Gesellschaft zu stärken und einzubinden. Raul Krauthausen, Aktivist für Inklusion und Barrierefreiheit, postet dazu in den sozialen Medien, dass kein Mensch unter dem Downsysndrom "leidet", sondern es lediglich "hat". Schon durch unsere Sprache wird die Wahrnehmung oftmals verzerrt, so dass viel öfter über solchen Themen in der Öffentlichkeit gesprochen werden muss.

Claudia Middendorf ist Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten und erklärte zum Welt-Down-Syndrom-Tag: „Es ist ein gutes Zeichen, dass der internationale Tag in diesem Jahr bereits zum 18. Mal in Folge stattfindet. Das Ziel muss eine vollständige Inklusion der besonderen Lebenssituation der Menschen sein – ganz im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention. Als Landesbehinderten- und -patientenbeauftragte wünsche ich mir, dass es bei der gebotenen Sensibilität nicht bei warmen Worten bleibt, sondern sich eine positive Wahrnehmung der Menschen mit Down-Syndrom entwickelt. Das zusätzliche Chromosom macht die Menschen zu etwas Besonderem und nicht zu einem gesellschaftlichen Außenseiter, wie es oft den Anschein hat.

Den internationalen Tag möchte ich dazu nutzen, um daran zu erinnern, dass hinter jedem Betroffenen ein Mensch steckt. Die Vielfalt des Lebens zu feiern, sollte nicht nur ein Gedanke bleiben. Wir müssen uns von dem Denkmuster lösen, die Betroffenen grundsätzlich als Leidende zu sehen. Die Modemarke Victoria's Secret sorgte mit ihrem ersten „Engel“ mit Down-Syndrom für eine Premiere. Sobald wir dies nicht mehr als Besonderheit ansehen, wissen wir, dass wir das Ziel einer vollständigen Inklusion erreicht haben."