Psychotherapeutische Behandlung für behinderte Menschen

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat seine Richtlinien zur Durchführung einer Psychotherapie für Menschen mit geistiger Behinderung ergänzt.

Menschen mit Behinderung leiden ebenso häufig an psychischen Erkrankungen wie Menschen ohne Behinderung, doch bisher wurden die Symptome häufig fälschlicherweise der kognitiven Beeinträchtigung zugeschrieben. Nun hat der G-BA zusätzliche Leistungen freigegeben, die gezielt zur Diagnostik und Behandlung von Menschen mit Behinderung genutzt werden können.

 

Für Ärzte ist es nicht einfach, die Verhaltensauffälligkeiten einer psychischen Krankheit zuzuordnen. Der nächste Schritt ist die Ausbildung von Therapeuten und Psychiatern, da sie erweiterte Kenntnisse im Umgang mit kognitiven Beeinträchtigungen erwerben müssen.

Die Behandlungsmethoden müssen grundsätzlich überdacht werden, da sie üblicherweise sprachbasierend sind, was ein hohes Maß an Konzentrations- und Kommunikationsfähigkeiten erfordert. Die geänderten Richtlinien ermöglichen beispielsweise die Einbeziehung von relevanten Bezugspersonen aus dem sozialen Umfeld.

Außerdem wurde der Zeitraum ausgeweitet, in dem die Therapeuten Begründungen für eine psychische Erkrankung erarbeiten und diagnostizieren können.